Yumiko Okui

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Pressetext Galerie M + R Fricke Berlin 2009

Yumiko Okui - ZWEI WELTEN
12. Dezember 2009 bis 23. Januar 2010

In ihren neuen Bildern entwirft Yumiko Okui parallele Welten mit fragil anmutenden Szenarien. Seit ihrer Rückkehr nach Japan hat ihre Malerei eine fast unmerkliche Veränderung erfahren. Haben die Bilder, die in Deutschland entstanden sind, eher den Charakter von protokollierten Szenen wie beispielsweise von Hotellounges, Ansammlungen von Menschen oder Landschaftsdarstellungen, so sieht man in den neuen Arbeiten keine Einzelsituationen mehr, sondern mehrere gleichzeitig stattfindende Szenarien, die miteinander veschmelzen. In der für die Künstlerin typischen, in eher zarten Acrylfarben gemalten Technik sieht man einen Raum oder eine Landschaft aus der Perspektive des Beobachters, der sich nicht mitten im Geschehen, sondern außerhalb befindet. Die in fast naiv anmutender Malerei festgehaltenen oft winzigen Personen und Gegenstände wirken in ihrer Bildplatzierung merkwürdig distanziert. Dabei haftet den Bildern nichts skizzenhaftes an, im Gegenteil, großzügig auf der Leinwand verteilt, sind die Figuren silhouettenartig in farbigen Nuancierungen gemalt, womit die Künstlerin die Bedeutung bestimmter Aktionen in ihren Bildkompositionen hervorhebt, andere durch den Einsatz von Farbe in Form von monochrom gemalten Flächen und minimalistischer Darstellung verschwinden läßt. Die Bildszenen wirken dadurch rätselhaft und geheimnisvoll. Sie sind schwer zu deuten und werden zu einem besonderen, nicht näher zu bestimmenden Ereignis stilisiert. Die Titel der Bilder wie „Kino“, „Drive“, “Fenster“ geben Aufschluß über die Intention der Künstlerin alltägliche Situationen darzustellen. Durch die Manier der Malerei entsteht das Gefühl, dass Yumiko Okui „Zwischenwelten“ zu entwerfen scheint, denen etwas zeitloses anhaftet.

Yumiko Okui hat einen Teil ihrer Studienzeit in Deutschland verbracht. Sie war Schülerin von A. R. Penck und Meisterschülerin bei Rosemarie Trockel an der Akademie der Künste in Düsseldorf. 2006 hatte Yumiko Okui ihrer erste Einzelausstellung bei M+R Fricke, Berlin. Seit 2006 lebt die Künstlerin in Mie, Japan.

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Press release M + R Fricke Berlin 2009

Yumiko Okui - ZWEI WELTEN
2 December 2009 - 23 January 2010

In her new pictures, Yumiko Okui develops parallel worlds with fragile-seeming scenarios. Since her return to Japan, her work has undergone an almost imperceptible change. While the paintings produced in Germany have the character of recorded scenes, such as hotel lounges, groups of people or landscapes, her new pictures no longer depict single situations but several simultaneously occurring scenarios that are fused together. With her typical technique of painting in rather delicate acrylic colours, the artist depicts rooms or landscapes from the perspective of an observer placed outside, rather than in the middle, of the scene. Through their placement in the picture and painted in an almost naïve-looking style, the frequently tiny figures and objects seem curiously distant. The pictures have nothing of a sketch about them, however. On the contrary, the silhouette-like figures, generously distributed over the canvas, are painted in colourful nuances that underline the meaning of certain actions within a composition, while others are allowed to disappear through the use of monochrome areas and minimalist description. The scenes thereby become enigmatic and mysterious. They resist interpretation and are stylised into a particular occurrence that cannot be properly determined. The paintings’ titles, such as “Cinema”, “Drive” or “Window”, reflect the artist’s intention to represent everyday situations. Yumiko Okui’s manner of painting suggests that she is dealing with “intermediate worlds”, ones that have an air of timelessness.

Yumiko Okui studied partly in Germany at the Academy of Arts in Düsseldorf under A. R. Penck and Rosemarie Trockel. She had her first solo exhibition at M+R Fricke, Berlin in 2006. Since 2006, the artist has been living in Mie, Japan.

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